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Pelletsilo und Pufferspeicher: Bereits im Vorprojekt einplanen, Nachträge vermeiden

Architekten: Pelletsilo, Pufferspeicher, Lüftung und Zugang bereits im Vorprojekt einplanen. Masse, Faustregeln und Schweizer Förderungen.

Aktualisiert am 15. August 2026·5 Min. Lesezeit

Muss man Silo und Pufferspeicher schon im Vorprojekt einplanen — oder geht das später?

Direkte Antwort: Ja, ab Vorprojekt. Das Silo bestimmt die Tragstruktur des Untergeschosses, der Pufferspeicher die Raumhöhe im Heizraum, und beide definieren die Lüftungsdurchdringungen.

Eine Verschiebung in die Ausführungsphase zwingt oft zum Aufbrechen von Wänden, zum Anpassen des Bodens oder zum Verlust des Förderbeitrags — kantonale Beiträge setzen eine konforme Anlage vor der Inbetriebnahme voraus.

  • Das Silo legt Lage und Grösse der Einfüllöffnung zur Strasse hin fest.
  • Der Pufferspeicher (≥ 500 L im Einfamilienhaus, ≥ 1 000 L im Mehrfamilienhaus) verlangt 2,5 bis 3 m lichte Höhe im Technikraum.
  • Beiträge des Gebäudeprogramms sind an eine konforme Anlage gebunden — Nachrüstung reicht nicht immer.

Welche Masse braucht das Pelletsilo?

Für ein Einfamilienhaus 4 bis 6 m³ Nutzvolumen für eine ganze Heizperiode (≈ 2,5 bis 4 Tonnen). Im Mehrfamilienhaus auf 6 bis 12 Monate Verbrauch und zwei Lieferungen pro Jahr auslegen.

Das Silo sollte rechteckig oder zylindrisch sein, mit glatten Wänden, 35 bis 45° Neigung zur Förderschnecke und einer dichten Revisionsklappe.

  • Einfüllstutzen: mindestens 60 bis 80 cm freier Durchgang, Anschluss DN 100 oder DN 150.
  • Max. Distanz Silo—Heizkessel: 8 bis 10 m mit flexibler Schnecke, sonst starre Schnecke einplanen.
  • Silo trocken und frostfrei, je nach Kanton getrennt oder gemeinsam mit dem Heizraum.
  • ENplus-A1-Pellets verwenden — weniger Staub, weniger Schneckenbruch.

Wie viele Liter pro kW für den Pufferspeicher?

Faustregel: 20 bis 30 L pro kW Kesselleistung. Also 500 bis 1 000 L im Einfamilienhaus, 1 500 bis 3 000 L in Mehrfamilienhäusern bis 100 kW.

Der Pufferspeicher glättet die Lastzyklen, verbessert den Jahresnutzungsgrad und ist bei modernen Pelletkesseln Pflicht, um die Startzyklen zu begrenzen.

  • Vor- und Rücklauf getrennt führen, mindestens 6 Anschlüsse (Kessel, Warmwasser, Mischer, ggf. Solar).
  • Lichte Raumhöhe: 2,5 m für stehenden Speicher, 1,8 m für liegenden Speicher.
  • Rohrleitungen im Heizraum dämmen, um Verluste unter 5 % zu halten.
  • Vom Heizungsplaner die Teillastkurve verlangen — richtig dimensioniert bleibt der Wirkungsgrad über 90 %.

Welche Förderungen vor der Auftragsvergabe prüfen?

Das Gebäudeprogramm — Holzheizungen ist aktiv und zahlt kantonal festgelegte Beträge. Holz wird ausdrücklich gefördert, doch die Ansätze variieren: immer den Kanton des Projekts prüfen.

Die Klimaprämie (Energie Zukunft Schweiz / Stiftung KliK) ergänzt das Programm: etwa CHF 1.80 pro eingespartem Liter Heizöl, ohne Obergrenze, jedoch mit zwingender Anmeldung vor der Bestellung.

  • Waadt (M-03, Holz automatisch ≤ 70 kW): CHF 8 500 bei < 20 kW oder Einfamilienhaus, sonst CHF 4 500 + CHF 200/kW.
  • Genf (≤ 70 kW): CHF 3 000 + CHF 50/kW, plus CHF 1 000 für einen zertifizierten Wärmezähler.
  • Den offiziellen Simulator auf leprogrammebatiments.ch nutzen, bevor der Werkvertrag unterschrieben wird.
  • Vom Heizungsplaner die EN-303-5-Zertifizierung und die EcoDesign-Konformität (EU-Verordnung 2015/1189) verlangen.

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