Pellets oder Hackschnitzel im Neubau: Logistik und Technikraum ab Vorprojekt
Pellets oder Hackschnitzel im Neubau eines Mehrfamilienhauses: Lieferung, Lagerung, Technikraum und Förderungen ab dem Vorprojekt richtig planen.
Pellets oder Hackschnitzel: wie ab dem Vorprojekt abwägen?
Im Neubau eines Mehrfamilienhauses sind beide Brennstoffe förderfähig und liefern stabile erneuerbare Wärme. Die eigentliche Entscheidung fällt an zwei Stellen: bei der Beschaffungslogistik und beim Platzangebot im Technikraum. Früh festgelegt, bestimmt sie Lage der Befüllöffnung, Statik der Decke und Trasse der Förderleitungen.
Beschaffungslogistik: zwei sehr unterschiedliche Ketten
ENplus-A1-Pellets werden per Saugwagen angeliefert; eine dichte Leitung bläst den Brennstoff bis ins Lager. Hackschnitzel kommen per Kipplaster mit Boden- oder Schneckenentladung. Die Handhabung ist einfacher, das bewegte Volumen pro Lieferung aber deutlich grösser.
- ENplus A1: rückverfolgbare Zertifizierung, Pellets 6 ± 1 oder 8 ± 1 mm Durchmesser, Feinanteil höchstens 1 %.
- Pellets: pneumatische Einblasung, wenig Geruch, wenig Staub, eine einzige Befüllöffnung.
- Hackschnitzel: mechanische Kipperentladung, Manövrierfläche für schwere Lastwagen im Freien nötig.
- Hackschnitzel: deutlich grösseres Volumen pro m³ Lager, häufigere Lieferungen bei gleichem Energieinhalt.
Technikraum: was bei der Planung zu beachten ist
Das Pelletlager bleibt dank der Schüttdichte von ENplus A1 (600 bis 750 kg/m³) kompakt. Die Entnahme erfolgt über Schnecke oder Saugsystem mit kleiner Standfläche. Das Hackschnitzelbunker braucht deutlich mehr Volumen, verstärkte Lüftung gegen Feuchtigkeit und ein Austragsystem mit Schnecke oder Wandboden.
- Pelletlager: geringer Platzbedarf, Anforderungen an Dichtigkeit und Brandschutz beachten.
- Hackschnitzelbunker: deutlich grösseres Volumen, Lüftung und Feuchtemanagement zentral.
- Befüllöffnung: an der Strassenseite anordnen, um die Leitungslänge kurz zu halten.
- Ascheentsorgung: Aussenbehälter vorsehen, ohne Weg durch allgemeine Wohnbereiche.
Schweizer Förderungen und nächster Schritt
Das Programm Gebäude fördert automatische Holzfeuerungen ausdrücklich; die Beträge sind kantonal festgelegt und auf der offiziellen Plattform zu prüfen. Der Gebäudeprogramm von Energie Zukunft Schweiz / Stiftung KliK honoriert eingesparte Liter Heizöl oder m³ Gas mit rund CHF 1.80 pro Liter oder m³, ohne Plafond, mit vorgängiger Registrierung. Für einen Neubau bleibt ein vollständiges Vorprojekt der Schlüssel zu einer ruhigen Entscheidung.
- Programm Gebäude: kantonale Beträge prüfen, automatische Holzfeuerung explizit förderfähig.
- Gebäudeprogramm KliK: rund CHF 1.80 pro Liter Heizöl oder m³ Gas eingespart, ohne Plafond, vorgängige Anmeldung Pflicht.
- Tatano-Studie: persönliche Simulation von Lager, Kesselleistung und Wirtschaftlichkeit.
Quellen
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