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Neubau in der Schweiz: Pellets oder Hackschnitzel – die richtige Wahl ab dem Vorprojekt

Heizleistung, Pelletsilo und Pufferspeicher früh planen und den passenden Brennstoff für einen neuen Wohnbau in der Schweiz auswählen.

Aktualisiert am 8. September 2026·5 Min. Lesezeit

Welche Leistung ist ab dem Vorprojekt richtig?

Antwort: Starten Sie mit einer Jahresbilanz des tatsächlichen Bedarfs und prüfen Sie zusätzlich die Heizlastspitze, das Warmwasser und die Verteilverluste. Bei einem Passivhaus oder einem Gebäude mit sehr tiefem Verbrauch ist der Teillastbetrieb entscheidend: Der Kessel muss weit zurückmodulieren können, ohne häufig neu zu starten. Ein Pufferspeicher ist nur sinnvoll, wenn die hydraulische Berechnung ihn bestätigt.

  • Eine Jahressimulation für Heizung und Warmwasser mit Winter- und Sommerszenario verlangen.
  • Vom Hersteller EcoDesign-Daten gemäss EU-Verordnung 2015/1189 sowie Unterlagen zur EN 303-5 verlangen.
  • Bei einer Auslegung über 70 kW die KliK-Prämie und kantonale Förderungen vor der Bestellung berechnen.

Wie kommen Silo, Pufferspeicher und Wartung in den Grundriss?

Antwort: Ja, sie gehören in die erste koordinierte Planung. Für Pellets sind eine freie Anlieferung, die Austragung, Lüftung, Revisionsöffnungen und ein direkter Ascheweg nötig. Bei Hackschnitzel kommen das grössere Lager und der benötigte Rangierraum für das Lieferfahrzeug hinzu.

  • Pelletsilo: Zufahrt, Übergabepunkt, Brennstoffreserve und gut erreichbare Reinigungsöffnungen einplanen.
  • Pufferspeicher: Standort, Anschlüsse, Dämmung und Zugänglichkeit gemeinsam mit der Gebäudetechnik festlegen.
  • Technikraum: Kessel, Puffer, Pumpen, Warmwasserbereitung und Steuerung gruppieren, aber genügend Arbeitsraum behalten.
  • Baubewilligung: Brandschutz, Schallschutz, Elektroanschlüsse und Ascheentsorgung früh abstimmen.

Pellets oder Hackschnitzel für einen Neubau?

Antwort: Pellets sind bei knappem Lagerraum und einer klar standardisierten Lieferkette meist einfacher zu planen. Hackschnitzel passen, wenn das Gebäude mehr Lagerfläche aufnehmen kann und eine zuverlässige regionale Versorgung vertraglich gesichert ist.

  • Pellets: ENplus-Qualität, Lieferart, Bevorratung und leicht zugängliche Austragung vorschreiben.
  • Hackschnitzel: Qualität, Feuchte, Liefermengen und Fahrzeugtyp mit dem Lieferanten definieren.
  • Beide Varianten mit denselben Annahmen für Lager, Zufahrt, Hilfsenergie und Wartung vergleichen.
  • EcoDesign-Daten und EN-303-5-Unterlagen für beide Kessel sowie das ENplus-Zertifikat für Pellets verlangen.

Welche Leistung und Wartung sind saisonal einzuplanen?

Antwort: Der saisonale Wirkungsgrad entsteht aus Gebäude, Regelung, Hydraulik und Verteilung; er ist nicht mit einem einzelnen Spitzenwert gleichzusetzen. Lassen Sie den Verbrauch an den realen Betriebspunkten simulieren und schaffen Sie direkte Zugänge für Reinigung, Entaschung und Service.

Das Gebäudeprogramm für Holzheizungen ist aktiv; die Beträge werden von den Kantonen festgelegt und ausbezahlt. Für automatische Holzfeuerungen ≤ 70 kW gelten im Kanton Waadt (M-03) CHF 8 500 bei < 20 kW oder einem Einfamilienhaus, sonst CHF 4 500 + CHF 200/kW. Genf sieht CHF 3 000 + CHF 50/kW sowie CHF 1 000 mit zertifiziertem Wärmezähler vor.

  • Klimaprämie: rund CHF 1.80 pro Liter Heizöl oder m³ eingespartem Gas, ohne Obergrenze; Anmeldung vor Kauf oder Bestellung.
  • Den aktuellen Kantontarif immer prüfen und die Leistung nicht künstlich unter 70 kW drücken.
  • Vor der Bestellung Inbetriebnahme, jährlichen Service und Ascheabtransport als klaren Wartungsplan verlangen.

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